Fussball WM: Bald gehts los!

Fußball WM 2014

Da sind sie wieder!

Vor und während der Fußball-WM werden auch diesmal wieder zahlreiche Autos mit Nationalflaggen geschmückt. Das ist jedoch für den einzelnen Kfz-Halter nicht ganz risikolos.

Wenn Fähnchen das Auto zieren sollen

10.6.2014 (verpd) Eine falsch angebrachtes oder wegen einer zu hohen Geschwindigkeit abgebrochenes Fähnchen am Pkw kann zu einem Schaden bei dahinterfahrenden Fahrzeugen oder anderen Verkehrsteilnehmern führen. Unter Umständen begünstigt der WM-Schmuck sogar den Einbruch in ein Auto. Da stellt sich die Frage, inwieweit für solche Schäden die Kfz-Versicherung des „beflaggten“ Pkws aufkommt.

Wie im Rahmen der letzten Fußball-EM und WM auf Deutschlands Autobahnen und in Straßengräben zu beobachten war, kommt es häufig vor, dass die Fähnchen, mit denen diverse Pkw-Besitzer ihr Auto schmücken, herunterfallen. Besonders Fähnchen mit einem Plastikstecker, die im Fensterspalt befestigt werden, brechen häufig ab.

Wenn die Fähnchen zum Ärgernis werden

Gefährlich wird es insbesondere, wenn man eine Autobahnfahrt vor sich hat, denn in der Regel halten die Fahnen vom Material her solchen Belastungen nicht stand. Deshalb raten Sicherheitsexperten die Flaggen-Deko für Fahrten außerhalb der Stadt, insbesondere auf der Autobahn, komplett zu entfernen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt zwar in der Regel den Schaden, wenn die WM-Dekoration sich selbstständig macht und zum Beispiel ein anderes Auto beschädigt oder einen Fußgänger verletzt. Doch ist beispielsweise ein abgebrochenes Fähnchen kein zugelassenes beziehungsweise vom TÜV genehmigtes Kfz-Zubehör, könnte der Kfz-Haftpflichtversicherer seinen Versicherungskunden bis zu einer Höhe von 5.000 Euro in Regress nehmen.

Wenn durch ein Autofenster, an dem eine Fahne befestigt wurde, ein Einbruch verübt wird, kann es für den Autobesitzer ebenfalls teuer werden. Da schon ein kleiner Fensterspalt das Diebstahlrisiko erhöht, gilt der Schaden als grob fahrlässig verursacht. Normalerweise wäre ein Einbruch-Diebstahl im Rahmen einer Teil- oder auch Vollkasko-Versicherung mitversichert. Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer jedoch die Schadenleistung anteilig kürzen. Und zwar um die Schadenhöhe, die direkt im Zusammenhang mit der groben Fahrlässigkeit steht.

Was beim Autokorso zu beachten ist

Übrigens: Wer im Autokorso mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist, muss dennoch die Verkehrsregeln einhalten – also das Überfahren einer roten Ampel oder Alkohol am Steuer wird auch dann bestraft. Zudem müssen Autofahrer und Pkw-Insassen angeschnallt bleiben und dürfen sich während der Fahrt nicht aus dem Fenster lehnen.

Auch das Sitzen auf der Motorhaube oder dem Kofferraum während der Fahrt ist verboten. Kommt es zu einem Unfall, bei dem sich der Fahrer oder Pkw-Insasse, der die genannten Verhaltensregeln missachtet hat, verletzt, muss er damit rechnen, dass sein Verhalten als Mitschuld angerechnet wird und die Schadenersatzansprüche entsprechend gekürzt werden.

Grundsätzlich aufpassen muss man, wenn große Flaggen, Wimpel und sonstige Dekorationen an oder in der Nähe der Front- oder Heckscheibe angebracht werden, da diese im ungünstigsten Fall die Sicht des Fahrers behindern könnten. Es gehört jedoch zu den Verkehrssicherheits-Pflichten eines jeden Autofahrers, eine uneingeschränkte Sicht sicherzustellen. Zudem sind Riesenbanner, die an einer langen Stange aus dem Fenster ragen verboten, denn gemäß Paragraf 22 Straßenverkehrsordnung dürfen Fahrzeug samt „Ladung“ – also Fahne – nicht breiter als 2,55 Meter sein.

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Was es mit der Mütterrente auf sich hat

ErsparnisseNach Angaben der Bundesregierung profitieren Frauen und Männer, die vor 1992 Kinder erzogen haben, in Deutschland von der kürzlich eingeführten Mütterrente. Welche Vorteile das für die rund 9,5 Millionen Personen bringt.

Was es mit der Mütterrente auf sich hat

10.6.2014 (verpd) Mütter oder Väter erhalten einen bestimmten Zeitraum, in der sie ein oder mehrere Kinder erziehen, als Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet, ohne dass sie dafür Beiträge entrichten. Diese Beitragszeiten beeinflussen unter anderem die Rentenhöhe. Ab 1. Juli 2014 werden für alle Mütter (und auch Väter), die ein Kind, das vor 1992 geboren wurde, erzogen haben, die angerechneten Beitragszeiten erhöht. Ihnen steht somit eine höhere Altersrente zu als bisher.

Schon bisher wurde die Erziehungsleistung eines Elternteils, das ein Kind erzieht, bei der gesetzlichen Rente mitberücksichtigt. Die neue Mütterrente ist also keine eigene Rente, sondern erhöht vielmehr die gesetzliche Rente – vorausgesetzt man hat grundsätzlich einen Anspruch beispielsweise auf eine Altersrente – da Kindererziehungszeiten ab Juli 2014 in einem größerem Umfang angerechnet werden. Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) profitieren von der neuen Mütterrente gut 9,5 Millionen Frauen (und auch einige Männer) deutschlandweit.

In der bisherigen Regelung erhielten Mütter oder auch Väter, deren Kind vor 1992 geboren wurde, für maximal zwölf Monate eine Kindererziehungszeit beziehungsweise einen Entgeltpunkt auf die gesetzliche Rente angerechnet. Wer bereits Rentenbezieher ist, erhält für seine Erziehungsleistung aktuell eine Altersrente von maximal rund 28 Euro in West- und 26 Euro in Ostdeutschland pro Monat beziehungsweise 336 Euro in West- und 312 Euro in Ostdeutschland pro Jahr.

Längere Anrechnung von Kindererziehungszeiten

Mütter oder Väter, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben, erhalten nach der neuen Regelung (Mütterrente) ab dem 1. Juli 2014 pro Kind und Jahr nicht nur zwölf, sondern 24 Monate Kindererziehungszeiten angerechnet.

Sie bekommen demnach statt maximal einem nun zwei Entgeltpunkte auf ihrem Rentenkonto gutgeschrieben.

Die Altersrente für die Zeiten der Kindererziehung verdoppelt sich dadurch und erhöht sich aktuell beispielsweise für Mütter und Väter, die bereits in Rente sind, auf bis zu 56 Euro (52 Euro in Ostdeutschland) pro Monat beziehungsweise auf 672 Euro (624 Euro in Ostdeutschland) pro Jahr.

Kein eigener Antrag auf Mütterrente notwendig

Ein Antrag auf Mütterrente ist in der Regel nicht erforderlich. Jeder Berechtigte, der bereits eine gesetzliche Rente bezieht, erhält die Mütterrente automatisch. Bei allen, die noch keine Rente erhalten, aber bereits Kindererziehungszeiten für ihre vor 1992 geborenen Kinder bei der Rentenversicherung beantragt haben, wird ebenfalls die neue Regelung angewandt. Nur wer bis dato noch keine Kindererziehungszeiten für seine vor 1992 geborenen Kinder geltend gemacht hat, sollte dies nun tun.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung erhalten Versicherte erstmals mit Erreichen des 43. Lebensjahres im Rahmen des sogenannten Kontenklärungs-Verfahrens einen Hinweis, dass sie noch nicht berücksichtigte Kindererziehungszeiten geltend machen können. Das Antragsformular für Kindererziehungszeiten gibt es kostenlos unter www.deutsche-rentenversicherung.de, aber auch in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Weitere Informationen zur Mütterrente, unter anderem wie sich der erhöhte Rentenanspruch auf eine gesetzliche Hinterbliebenenrente auswirkt und welche Auswirkungen sie auf einen bereits abgeschlossenen Versorgungsausgleich nach einer Ehescheidung hat, gibt es online vom BMAS. Übrigens: Für Kinder, die 1992 oder später geboren wurden, erhalten Mütter oder Väter aktuell bis zu 36 Monaten beziehungsweise drei Entgeltpunkte auf ihrem Rentenkonto gutgeschrieben.

 

 

 

Haftungsfrage nach Unfall beim Parken

Warum man beim Ein- und Aussteigen aus einem Auto besonders vorsichtig sein sollte, zeigt ein aktuelles Gerichtsurteil.

Haftungsfrage nach Unfall beim Parken

22.4.2014 (verpd) Wird beim Ein- und Aussteigen aus einem Auto ein anderer Verkehrsteilnehmer geschädigt, so spricht der Beweis des ersten Anscheins für eine fahrlässige Sorgfaltspflicht-Verletzung des Ein- beziehungsweise Aussteigenden. Weiterlesen

Fahrradunfall ohne Helm, führt zu Problemen

Autofahrerin gefährdet RadfahrerInwieweit sich ein Fahrradfahrer, der bei einem Verkehrsunfall, den er nicht verursacht hat, Kopfverletzung erlitten hat, ein Mitverschulden anrechnen lassen muss, weil er zum Unfallzeitpunkt keinen Helm trug, zeigen diverse Gerichtsurteile.

Fahrradunfall ohne Helm

31.3.2014 (verpd) Wird ein Fahrradfahrer unverschuldet in einen Unfall verwickelt und erleidet er dabei eine Kopfverletzung, die ein Fahrradhelm verhindert oder gemindert hätte, muss er sich gleichwohl nur in Ausnahmefällen ein Mitverschulden wegen Nichttragens eines Helms anrechnen lassen. Das hat das Oberlandesgericht Celle mit einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 14 U 113/13).

Ein Rennradfahrer war mit seinem Velo unterwegs, als er auf einer abschüssigen Straße bei einer Geschwindigkeit von circa 25 bis 30 km/h mit einer vor ihm fahrenden Radlerin kollidierte. Diese war unvermittelt nach links abgebogen, ohne ihre Absicht anzuzeigen und sich umzuschauen.

Es war zwischen den Beteiligten unstreitig, dass ausschließlich die Radlerin für den Unfall verantwortlich war. Diese wollte die Schmerzensgeldansprüche des Rennradfahrers in Höhe von 20.000 Euro gleichwohl nur zum Teil befriedigen. Denn insbesondere seine Kopfverletzung hätte nach Aussage eines Sachverständigen beim Tragen eines Fahrradhelms zumindest teilweise verhindert werden können. Den hatte der Rennradfahrer jedoch nicht aufgehabt.

Kürzung des Schmerzensgeldanspruchs

Das von dem Rennradfahrer in erster Instanz angerufene Verdener Landgericht schloss sich der Meinung der beklagten Unfallverursacherin an. Es stimmte zwar mit dem Kläger darin überein, dass in Deutschland für Fahrradfahrer keine gesetzliche Helmpflicht besteht.

Gleichwohl sei sein Schmerzensgeldanspruch um ein Fünftel zu kürzen. Denn schließlich setze er sich als sportlich ambitionierter Fahrer eines Rennrades einer erhöhten Gefahr aus. Er sei daher mit einem Skifahrer oder Reiter vergleichbar, die bei der Ausübung ihres Sports in der Regel ebenfalls einen Helm tragen würden.

Doch dem wollten sich die von dem Rennradfahrer in Berufung angerufenen Richter des Celler Oberlandesgerichts nicht anschließen. Sie gaben seiner Schmerzensgeldforderung in voller Höhe statt.

Eine Frage des Risikos

Nach Ansicht der Richter kommt es bei der Beurteilung der Frage, ob einen bei einem Unfall verletzten Radfahrer ein Mitverschulden an einer Kopfverletzung trifft, weil er keinen Helm getragen hat, ausschließlich darauf an, ob er sich bewusst besonderen Risiken ausgesetzt hat oder nicht.

Daher besteht selbst auf einer Trainingsfahrt keine allgemeine Obliegenheit, einen Helm zu tragen, wenn der Radfahrer dabei weder zu schnell noch besonders risikobehaftet fährt.

„Nur wenn sich ein Sport-Radfahrer im Straßenverkehr bewusst erhöhten Risiken aussetzt, die über das hinausgehen, was jeden normalen ‚Alltagsfahrer‘ betrifft und er sich dabei verletzt, kann ihm vorgeworfen werden, dass er keinen Helm getragen hat“, so das Gericht.

Nicht ungewöhnlich schnell

Von einer derart risikobehafteten Fahrweise ging das Gericht im Fall des Klägers nicht aus. Er sei am Tag des Unfalls zwar zwecks eines Ausdauertrainings unterwegs gewesen. Seine Geschwindigkeit zum Zeitpunkt seines Sturzes hielten die Richter jedoch angesichts der abschüssigen Straße für nicht ungewöhnlich hoch. Allein die Tatsache, dass jemand in seiner Freizeit das Radfahren als Sport betreibt, könne nicht zu seinen Lasten gehen.

Dem Einwand der Vorinstanz, dass ein sportlich ambitionierter Fahrradfahrer mit einem Reiter oder Skifahrer vergleichbar sei, wollten sich die Richter des Oberlandesgerichts nicht anschließen. Denn diese sportlichen Betätigungen seien nicht miteinander vergleichbar.

Schließlich werde ein Fahrrad auch im Alltag ganz allgemein zur Beförderung genutzt, wobei sich ein Fahrradfahrer den Regeln der Straßenverkehrsordnung unterzuordnen habe.

Eine juristisch umstrittene Frage

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls hat das Gericht eine Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Bislang steht eine höchstrichterliche Entscheidung zu dem Thema aus.

Zwar haben sich auch andere Gerichte bereits mit der Frage eines Mitverschuldens bei der Nichtbenutzung eines Fahrradhelms befasst. Dabei sind sie jedoch zu recht unterschiedlichen Einschätzungen gelangt.

Zuletzt hatte das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht einem Radler nach einem Unfall das Schmerzensgeld gekürzt, weil er ohne Helm unterwegs war.

Kostenschutz

Übrigens: Wurde der Unfall von einem anderen verursacht, übernimmt eine private Rechtsschutz-Versicherung nach einer Leistungszusage die Gerichts- und Anwaltskosten, um berechtigte Schadenersatz und Schmerzensgeld-Forderungen durchzusetzen. Selbst wenn man einen entsprechenden Gerichtsstreit verliert, übernimmt sie die Kosten.

Wer sichergehen möchte, dass er – mit oder ohne Helm – nach einem Unfall auf jeden Fall finanziell abgesichert ist, egal inwieweit ein anderer für den erlittenen gesundheitlichen Schaden haftet oder nicht, sollte sich entsprechend privat absichern.

Eine private Unfallversicherung sowie eine Erwerbs- und/oder Berufsunfähigkeits-Versicherung können nämlich drohende Einkommensausfälle beispielsweise infolge eines unfallbedingten dauerhaften Gesundheitsschadens abwenden.

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Mehr Geld für Rentner

ErsparnisseRund 20 Millionen Rentner können sich ab Juli auf mehr Rente freuen, wie vor Kurzem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Deutsche Rentenversicherung Bund bekannt gab.

Mehr Geld für Rentner

31.3.2014 (verpd) Nach einer aktuellen Meldung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Deutschen Rentenversicherung Bund steigt Weiterlesen

Die passende Kfz-Versicherung für 17-jährige Autofahrer

Junge Autofahrerin "Daumen hoch"Seit rund drei Jahren dürfen 17-Jährige in Begleitung eines Erwachsenen Auto fahren, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Allerdings sollte auch der Kfz-Versicherungsvertrag darauf ausgelegt sein, dass ein Jugendlicher mit dem versicherten Wagen fährt.

Die passende Kfz-Versicherung für 17-jährige Autofahrer

31.3.2014 (verpd) Seit dem 1. Januar 2011 ist das „Begleitete Fahren“ ab 17 Jahren deutschlandweit gesetzlich erlaubt. Doch der Wagen, mit dem ein minderjähriger Fahrer fährt, sollte auch entsprechend versichert sein, um Schwierigkeiten zu vermeiden.

Wer als Jugendlicher den Führerschein BF 17 – das steht für „Begleitetes Fahren ab 17“ – besitzt, kann bereits als 17-Jähriger in Begleitung eines Erwachsenen selbst einen Pkw fahren. Um eine entsprechende Fahrerlaubnis zu erhalten, können sich 16,5-Jährige in einer Fahrschule anmelden, und die gleiche Fahrausbildung und Fahrschulprüfung wie volljährige Fahrschüler absolvieren.

Nach der bestandenen theoretischen und praktischen Prüfung bekommt der Fahrschüler ab seinem 17. Geburtstag die sogenannte „Prüfungsbescheinigung“, die zusammen mit seinem Personalausweis als Fahrerlaubnis zum begleiteten Fahren gilt.

Eine Begleitung ist vorgeschrieben

Ein BF-17-Besitzer darf nur in Begleitung einer Person, die auf der Prüfungsbescheinigung eingetragen ist, Auto fahren. Als Begleiter kann jeder, der 30 Jahre oder älter ist, seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen die Fahrerlaubnis der Klasse B (früher: Klasse 3) besitzt und nicht mehr als drei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister hat, in die Prüfungsbescheinigung eingetragen werden. Es dürfen beliebig viele Begleiter angegeben werden.

Wer als BF-17-Inhaber ohne Begleitung fährt, begeht einen Verkehrsverstoß, der ein Bußgeld, eine verlängerte Probezeit und den Widerruf der Fahrerlaubnis nach sich zieht. Fahranfänger, egal ob volljährig oder BF-17-Fahrer unterliegen einem absoluten Alkoholverbot, bis sie 21 Jahre alt sind.

Der Begleiter eines BF-17-Fahranfängers darf während der Fahrt zudem nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut aufweisen. Missachtet der Begleiter dies, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, zudem kann die Fahrerlaubnis des Fahranfängers widerrufen werden. Wird die Fahrerlaubnis widerrufen, kann sie der Betroffene frühestens nach sechs Monaten wiedererwerben, nachdem er eine kostenpflichtige Nachschulung absolviert hat.

Die Probezeit

Wie bei allen anderen Fahranfängern, besteht auch für den BF-17-Inhaber eine Probezeit von zwei Jahren nach Aushändigung der Prüfungsbescheinigung. Verstößt ein Fahranfänger gegen Vorschriften im Straßenverkehr, muss er mit den gleichen Maßnahmen und Strafen rechnen wie ein volljähriger Fahranfänger in der Probezeit mit einem herkömmlichen Führerschein.

Ist der BF-17-Inhaber volljährig geworden, darf er auch ohne Begleitung Auto fahren. Mit dem Antrag auf die BF-17-Bescheinigung wird normalerweise automatisch der endgültige Führerscheins mitbeantragt. Der Führerscheinneuling kann, sobald er volljährig ist, den Führerschein dann bei der Führerscheinstelle abholen. Dazu muss er nur die bisher gültige Prüfungsbescheinigung vorlegen.

Holt der BF-17-Inhaber nach Erreichen seiner Volljährigkeit den Führerschein nicht ab, ist die Prüfungsbescheinigung bis zu drei Monate nach dem 18. Geburtstag gültig, danach ist sie abgelaufen. Mehr Informationen zum „Begleiteten Fahren“ gibt es online unter www.bf17.de, einer Webseite der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW).

Wichtige Merkmale der Kfz-Versicherung

Bei allen Fahrzeugen, die der BF-17-Inhaber selbst fährt, muss bei der entsprechenden Kfz-Versicherung darauf geachtet werden, dass ein jugendlicher Fahrer vertragsgemäß das Fahrzeug auch tatsächlich nutzen darf.

In vielen Kfz-Policen ist nämlich vertraglich ein höheres Mindestalter des Fahrers beispielsweise von 23 oder 25 Jahren festgelegt. Die meisten Versicherer bieten im Rahmen einer derartigen Vereinbarung eine reduzierte Kfz-Prämie an, da somit Fahranfänger von der Kfz-Nutzung ausgeschlossen sind und dadurch das Unfallrisiko statistisch gesehen kleiner ist.

In vielen Fällen lässt sich aber auch in Verträgen, die ein Mindestalter vorschreiben, mit einem Prämienaufschlag die Altersbeschränkung ausschließen, sodass auch ein BF-17-Fahrer das Fahrzeug nutzen darf. Verursacht ein 17-Jähriger einen Schadensfall als Fahrer eines Pkws, dessen Kfz-Versicherung ein höheres Mindestalter beim Fahrer vorsieht, kann das zu erheblichen Problemen mit der Versicherung führen.

Damit die Versicherungsprämie erschwinglich bleibt

Übrigens: Wer als BF-17-Inhaber selbst einen Wagen haben möchte, muss nicht unbedingt die hohen Kfz-Versicherungsbeiträge, die ein Fahranfänger normalerweise aufgrund der üblichen Einstufung in die Schadenfreiheitsklasse 0 (circa 240 bis 260 Prozent) erhält, hinnehmen. Eltern eines BF-17-Inhabers, die bereits eine oder mehrere Kfz-Versicherungen haben, erhalten in der Regel von ihrem Kfz-Versicherer die Möglichkeit, den Pkw des Kindes als Zweitwagen zu einem günstigeren Rabatt zu versichern. Somit wäre die Versicherung, die über die Eltern läuft, deutlich günstiger.

Und noch eine Vergünstigung gibt es: B-17-Inhaber, die nach ihrer Volljährigkeit zum normalen Führerschein der Klasse B gewechselt haben und bis dahin unfallfrei gefahren sind, erhalten von einigen Kfz-Versicherern teils günstigere Einstufungen als normale 18-Jährige, die nicht am „Begleiteten Fahren“ teilgenommen haben.

In einem Beratungsgespräch zeige ich Ihnen gern, welche Möglichkeiten es noch gibt, damit die Prämie der Kfz-Versicherung möglichst niedrig ausfällt und dennoch ein ausreichender sowie bedarfsgerechter Versicherungsschutz besteht.

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Damit eine Krankheit auf Reisen nicht zur Kostenfalle wird

Young woman on the beach

Wenn Urlauber im Ausland krank werden, müssen sie für die Behandlung vor Ort oft tief in die eigene Tasche greifen. Wie man das mit der richtigen Absicherung verhindern kann.

Damit eine Krankheit auf Reisen nicht zur Kostenfalle wird

31.3.2014 (verpd) Die wichtigste private Zusatzversicherung im Ausland ist die Auslandsreise-Krankenversicherung, denn es besteht zwar innerhalb Europas für gesetzlich Krankenversicherte ein gewisser Versicherungsschutz, dennoch ist vieles nicht abgedeckt. Zudem verlangen zahlreiche Ärzte und Kliniken im Ausland für eine medizinische Behandlung Geld im Voraus.

Prinzipiell erstattet die deutsche gesetzliche Krankenversicherung (GKV) anfallende Krankheitskosten nur in den Ländern der Europäischen Union (EU) und anderen Ländern, mit denen ein Sozialversicherungs-Abkommen im Rahmen der Krankenversicherung besteht.

Der Umfang des Versicherungsschutzes entspricht den Leistungen, welche die Bürger des jeweiligen Landes durch eine dort bestehende gesetzliche Krankenversicherung erhalten würden. In einigen Ländern ist jedoch oft nur eine Grundversorgung gegeben, die nicht mit der Absicherung im Krankheitsfall in Deutschland vergleichbar ist.

Nicht alle Krankheitskosten sind gesetzlich abgesichert

So sind in vielen Ländern zahlreiche Zuzahlungen oder Selbstbeteiligungen für medizinische Behandlungen vorgeschrieben, die im Gegensatz zu Deutschland dort nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und daher auch nicht von der deutschen GKV erstattet werden. Die Merkblätter „Urlaub im Ausland“, herunterladbar beim GKV-Spitzenverband, informieren, was in den einzelnen Ländern versichert ist und was nicht, also auch nicht zum Versicherungsumfang im Rahmen des Sozialversicherungs-Abkommens gehört.

Zudem muss ein Kranker im Ausland oftmals diverse Kosten für eine ärztliche oder stationäre Behandlung im Voraus bar bezahlen, selbst wenn er die heimische Krankenversicherungs-Karte und damit die auf der Rückseite integrierte Europäische Krankenversicherungs-Karte (EHIC) vorzeigt.

Des Weiteren wird ein Krankenrücktransport aus dem Ausland in die Bundesrepublik in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ohne finanzielles Risiko verreisen

Aufgrund des hohen Kostenrisikos im Falle einer notwendigen medizinischen Behandlung im Ausland empfehlen auch die gesetzlichen Krankenkassen den Abschluss einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung. Denn diese bietet im Vergleich zur Europäischen Krankenversicherungs-Karte einen deutlich umfassenderen Versicherungsschutz. Zum Beispiel ist in einer solchen Police im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung üblicherweise auch ein Rücktransport nach Deutschland bei medizinischer Notwendigkeit abgedeckt.

Je nach Vertragsvereinbarung werden durch die Auslandsreise-Krankenversicherung unter anderem auch die Behandlungskosten, die ein Versicherter im Ausland nach Krankheit oder Unfall aus der eigenen Tasche bezahlt hat, erstattet. Wichtig dabei ist, dass der Versicherte diese Kosten durch entsprechende Quittungen belegen kann.

Oftmals ist es auch möglich, dass Ärzte oder Krankenhäuser direkt mit dem privaten Krankenversicherer abrechnen. Meist erhalten die Versicherten dazu vom Versicherer für jedes Land entsprechende Anlaufstellen und Telefonnummern genannt, um eine schnelle Behandlung unbürokratisch und ohne Vorauszahlung zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig bei notwendigen teuren Operationen oder längeren Krankenhausaufenthalten, die leicht einen fünf- bis sechsstelligen Betrag kosten können.

Einschlüsse und Ausschlüsse

Welche ärztlichen Leistungen von einer Auslandsreise-Krankenversicherung übernommen werden, hängt vom Versicherungsumfang des jeweiligen Tarifes ab.

Beispielsweise können die Kosten für Arznei- und Verbandmittel sowie für Heil- und Hilfsmittel, aber auch für bestimmte Naturheilverfahren, für eine Röntgendiagnostik sowie Wegegebühren zum nächstgelegenen Arzt mit eingeschlossen werden. Bei Sehhilfen und Zahnbehandlungen werden oft limitierte Höchstbeträge oder anteilige Behandlungskosten erstattet.

Voraussehbare Operationen sind üblicherweise nicht versichert, das heißt, die Auslandsreisekranken-Police übernimmt nicht die Kosten für Operationen wie zum Beispiel von Schönheitsoperationen, die geplanterweise im Ausland durchgeführt werden sollen. Prinzipiell müssen die gesundheitlichen Probleme unvorhergesehen eintreten, damit Versicherungsschutz besteht.

Was bei längerer Reisedauer zu beachten ist

Allen, die regelmäßig ins Ausland reisen, empfiehlt sich eine Ganzjahres-Police, denn dann sind alle Reisen – sofern die einzelne Reise nicht länger als sechs Wochen dauert – automatisch versichert, ohne dass man sich vor jedem Urlaub darum kümmern muss.

Ist die Reisedauer länger als sechs Wochen, muss dies meist gesondert mit dem Versicherer vereinbart werden, damit Versicherungsschutz besteht.

Dienstliche Reisen sind nicht in jeder Reise-Police abgesichert. Daher ist darauf zu achten, dass der zutreffende Reisezweck – also ob Privat- oder Geschäftsreise – auch im Vertrag mitversichert ist.

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