Damit Abzocker keine Chance haben

justitia incl. clipping pathBetrügerische Internetangebote, ungerechtfertigte Rechnungen, unlautere Warendeklaration oder irreführende Reisebeschreibungen – die Liste der Ärgernisse, die uns im täglichen Leben begegnen kann, ist lang. Wie sich solche Betrugsfallen erkennen lassen.

Damit Abzocker keine Chance haben

2.9.2013 (verpd) Gauner und Betrüger gibt es in fast allen Alltagsbereichen, egal ob im Internet, beim Händler um die Ecke oder an der eigenen Haustüre. Die Polizei sowie diverse Institutionen geben zahlreiche Hilfen und Tipps, wie Bürger Lug und Trug erkennen können und somit nicht darauf hereinfallen.

Betrugsopfer werden in der Regel nicht nur finanziell geschädigt, sondern leiden oftmals auch unter anhaltenden psychische Beeinträchtigungen wie Wut, Angst oder gar traumatischen Empfindungen. Doch vor vielen kriminellen Machenschaften kann man sich schützen, denn wer die aktuellen Vorgehensweisen von Gaunern kennt, fällt nicht so leicht darauf herein.

Amtlicher Rat

Die Polizei zeigt in ihrem Internetportal www.polizei-beratung.de in der Rubrik „Themen und Tipps“ unter anderem, welche aktuellen Betrugsmaschen es beispielsweise im Bereich Kreditkarten, bei Arzneimitteln oder auch auf dem Gebiet des Trickdiebstahls gibt und wie man sich davor schützt.

Auf den Polizeidienststellen selbst und im Internet gibt es zudem zahlreiche kostenlose Broschüren, unter anderem zu den Themen Sicherheitstipps für Senioren, für den Urlaub, für den Umgang mit Kreditkarten und für die Benutzung von Geldautomaten. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bietet online beispielsweise Tipps, wie man Internet-Kostenfallen sowie falsche Gewinnversprechen und unlautere Telefonwerbung erkennt und was gegen ungerechtfertigte Rechnungen getan werden kann.

Hilfreich sind zudem die vom BMELV zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken angebotenen BMELV-Servicekarten für Verbraucher. Die als Klappkarten gestalteten Kurzinformationen zeigen, welche Rechte der Einzelne in den verschiedensten Bereichen hat und worauf er achten sollte. Unter anderem werden die Themen Internet, Reisen, Werbeanrufe, Gesundheitsleistungen, Lebensmittel-Kennzeichnung, Pflegeheimsuche, Spielzeug und Strom-/Gasanbieterwechsel behandelt.

Gefahren aus dem Internet

Zum Schutz vor den Gefahren im Internet gibt es vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf einer besonderen Webseite für Bürger zahlreiche Warnungen über aktuelle Bedrohungen sowie Tipps und Hinweise für eine sichere Nutzung.

Zudem stehen weitere Onlineinformationen von amtlichen Institutionen oder gemeinnützigen Organisationen zu diesem Thema zur Verfügung. Interessant sind hier unter anderem die Web-Adressen www.sicher-im-netz.de, www.vorsicht-im-netz.de und www.verbraucher-sicher-online.de.

Was Eltern tun können, um ihre Kinder vor möglichen Gefahren durch das Internet zu schützen, zeigen unter anderem folgende Webportale: www.sicher-online-gehen.de, www.klicksafe.de, www.blinde-kuh.de sowie schau-hin.info. Auch die Polizei informiert hierzu ausführlich in ihrem Onlineauftritt.

Wenn man betrogen wurde

Auch die Verbraucherzentralen stellen zahlreiche kostenlose Informationen zu den Verbraucherrechten sowie Checklisten und Adressen über interessante Anlaufstellen unter anderem für die Bereiche Gesundheit, Handel, Reisen, Telekommunikation und Energie online zur Verfügung.

Opfer von Abzockern oder einer sonstigen Straftat erfahren auf der Webseite der Polizei unter „Opferinformationen“ sowie auf den jeweiligen Dienststellen, wie sie sich verhalten sollen, um den eigenen Schaden zu begrenzen und/oder gegen den Täter vorzugehen.

Zwar haben die Verbraucherzentralen das Recht zur außergerichtlichen Rechtsberatung, das heißt, sie dürfen im Rahmen ihres Aufgabengebietes wie Rechtsanwälte Bürger außergerichtlich beraten und vertreten. Allerdings ist die persönliche Beratung bei der Verbraucherzentrale in der Regel nicht kostenlos.

Sein Recht ohne Kostenrisiko einklagen

Wer als Verbraucher seine Rechte notfalls per Anwalt durchsetzen möchte, muss mit erheblichen Kosten rechnen. Bereits eine Klage mit einem Streitwert von 10.000 Euro verursacht in erster Instanz Anwalts- und Gerichtskosten von rund 4.000 Euro und in der zweiten Instanz über das Doppelte. Viele schrecken daher davor zurück, ihr Recht notfalls gerichtlich einzufordern.

Mit einer privaten Rechtsschutz-Versicherung kann man notfalls auch gerichtlich sein Recht einfordern, ohne das Kostenrisiko tragen zu müssen. Eine derartige Police hilft beispielsweise bei gerichtlichen Streitigkeiten aus privaten Verträgen des täglichen Lebens. Darunter zählen unter anderem Kaufverträge von Ge- und Verbrauchsgütern wie Elektrogeräten, Fahrzeugen, Möbeln oder Kleidung sowie Reparaturaufträge.

Je nach Vertragsumfang werden auch die Kosten für gerichtliche Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber, dem Nachbarn, dem Vermieter oder mit einem möglichen Unfallgegner bezahlt. Bei der Frage, welche Rechtsschutzpolice für den persönlichen Bedarf sinnvoll ist, hilft ein Versicherungsfachmann.