Renteninformation nicht nur einfach abheften

DRV27.5.2013 (verpd) Die Deutsche Rentenversicherung sendet jährlich allen gesetzlich Rentenversicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind und mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, eine Renteninformation zu. Diese zeigt dem Empfänger, welche Zahlen und Fakten bei der Berechnung seiner individuellen gesetzlichen Rentenansprüche berücksichtigt werden. Doch nicht immer sind alle Daten auch korrekt.

Die Auskunft über die gesetzlichen Rentenansprüche ist eine wichtige Grundlage für die Überprüfung und Planung der Altersvorsorge. Nicht immer stimmen jedoch die in der Renteninformation vorhandenen Daten mit den tatsächlichen Fakten überein.

In manchen Fällen werden für die Rentenberechnung wichtige Beitragszahlungen oder Rentenzeiten nicht richtig oder gar nicht erfasst oder es kommt zu Zahlendrehern. Dies kann jedoch zu falschen Rentenhöhen oder unrechtmäßig abgelehnten Ansprüchen führen. Daher sollte man nach Erhalt der Renteninformation genau prüfen, ob wirklich alle versicherungsrelevanten Zeiten und Beiträge richtig aufgelistet sind.

Aktuelle und künftige Rentenansprüche

Die Renteninformation enthält den hochgerechneten Anspruch der Regelaltersrente, die der jeweilige Empfänger bis zum Erreichen der individuellen Altersgrenze erwarten kann. Zudem wird angegeben, wie hoch die Rente wäre, wenn ab dem Zeitpunkt der Informationserstellung keine neuen Rentenbeiträge einbezahlt und keine Rentenzeiten dazukommen würden.

Zusätzlich wird prognostiziert, welche Rente zu erwarten wäre, wenn die bisherige Einkommenssituation der letzten fünf Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersrente gleich bleibt.

Darüber hinaus gibt es Angaben über die Höhe einer möglichen Rente wegen voller Erwerbsminderung, die dem Versicherten zustehen würde, wenn er aus gesundheitlichen Gründen ab dem Zeitpunkt der Informationserstellung unter anderem weniger als drei Stunden am Tag arbeiten könnte. Außerdem wird angegeben, wie sich eine mögliche Rentenanpassung auf die künftige Altersrente auswirken kann.

Zu prüfende Angaben

Besonders geprüft werden sollte die Übersicht der gesetzlichen Rentenversicherungs-Beiträge, die für Beitragszeiten vom Versicherten, dem Arbeitgeber und/oder von öffentlichen Stellen gezahlt worden sind, sowie die Angaben zu den rentenrechtlichen Zeiten. Zahlendreher oder beispielsweise von einem ehemaligen Arbeitgeber nicht gemeldete Beitragszeiten führen immer wieder zu Fehlern bei der Rentenberechnung.

Neben den Beitragszeiten, also den Zeiten, in denen Beiträge bezahlt worden sind, müssen beispielsweise die sogenannten Anrechnungs– und Berücksichtigungszeiten wie Ausbildungszeiten, Studium und Zeiten über Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen in der Übersicht aufgelistet sein. Diese spielen für den Rentenanspruch und für die Rentenhöhe ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch diese Zeiten sollten auf Vollständigkeit kontrolliert werden.

Beispielsweise kann es vorkommen, dass die Rentenversicherung von einem absolvierten Studium oder einer Pflegezeit nichts weiß und die entsprechenden Zeiten dann fälschlicherweise bei der Rentenberechnung unberücksichtigt bleiben würden.

Für einen finanziell abgesicherten Lebensabend

Jeder, der Fehler oder Lücken bei den angegebenen Beitragszahlungen und/oder versicherungsrelevanten Zeiten entdeckt, sollte sich umgehend an eine der ortsnahen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung wenden, damit die Ungereimtheiten behoben werden können. Dadurch wird eine falsche Rentenhöhe bei Renteneintritt verhindert. Auskunft geben auch die Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 10004800 oder online im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Wer wissen möchte, wie hoch die Altersabsicherung unter Einbeziehung der gesetzlichen und eventuell bereits vorhandenen privaten Altersvorsorge ist, sollte sich bei einem Versicherungsfachmann seines Vertrauens Rat holen. Dieser kann entsprechende Berechnungen durchführen.

Für eine ausreichende Altersvorsorge ist nicht nur die Lücke zwischen bisherigem Einkommen und künftiger Rente wichtig, sondern auch die Wertminderung der Rente infolge der Inflation spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch hier hilft der Versicherungsexperte mit einer Analyse weiter. Zusätzlich kann der Versicherungsexperte im Falle einer Absicherungslücke individuell passende staatliche geförderte und/oder private Vorsorgelösungen aufzeigen.

Wir nutzen dazu unseren zertifizierten Vorsorgeoptimierer.