Rentenversicherungspflicht für Selbständige ab 2013

In bestimmten  Kreisen und Xinggruppen wird die Absicht der Bundesregierung 2013 eine Versicherungspflicht für Selbständige einzuführen sehr konträr diskutiert. Das geht von „Offenbarungseid gegenüber der DRV“, „hoher administrativer Aufwand“, „Sozialismus in der Altersvorsorge“, „Geld in die Kassen der Versicherungen“ bis zur „Bevormundung“.

Was jetzt gewollt wird war doch schon einmal da. Ich habe mich 1990 in den neuen Bundesländern selbständig gemacht. Laut Wiedervereinigungsvertrag unterlagen wir in den hinzu gekommenen Bundesländern der Versicherungspflicht. Damals galten die SGB Bücher der BRD noch nicht für uns im Osten

Auf Antrag konnten wir uns von dieser Pflicht befreien lassen. Dazu mussten wir nachweisen, dass wir Versicherungen haben, die das Todesfallrisiko,das Berufsunfähigkeitsrisiko abdecken und eine Altersrente ermöglichen. Das geht nun mal nicht ohne Versicherung. Es reichte eine Kopie der Policen als Anlage zum Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht aus. Auch die Beitragshöhe wurde vorgeschrieben, sie betrug 278 DM. Das war damals nicht wenig.  Was aber durch den Gesetzgeber nicht geregelt wurde, ist dass die Verwendung der Versicherungen nur für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung festgeschrieben ist. So habe ich im meiner über 20 jährigen Bratungspraxis als Wirtschaftsberater genügend erlebt, dass genau diese Verträge auch den Banken als Sicherheit abgetreten wurden. Viele Banken haben sich später dieser Sicherheiten bedient und damit die Altersvorsorge geplündert. Heute stehen diese Selbständigen da und möchten in den Ruhestand gehen, können es  aber nicht, weil sie keine Einkünfte für ihren Lebensunterhalt haben. Man erlebt viele Selbständige, die deshalb noch arbeiten  müssen.

Oftmals wird ins Feld geführt, dass eine eigene Immobilie ja auch der Altersversorgung dient. Sie dient mir doch aber lediglich dazu mietfrei oder ohne Finanzierungsrate im Eigentum zu wohnen. Das bringt mir keine Einkünfte für meinen Lebensunterhalt einschließlich der Unterhaltung der Familie. Für mich sind das Illusionen, die nur dazu dienen sollen, die Pflicht zur Sparanlage und deren ausschließlichen Verwendung als Altersvorsorge umgehen zu wollen. Aus welchen Gründen auch immer.

Die Absicherung der Hinterbliebenen und des Erwerbsunfähigkeitsrisikos geht nun einmal nicht ohne Versicherung. Ich kenne keine Witwe eines Selbständigen der eine Risikolebensversicherung hatte, die von der Versicherung nichts hält. Ebenso, die Absicherung des Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsrisikos. Was nützt mir die vermeindlich bessere Anlage in irgend ein Produkt, wenn ich nicht mehr in der Lage bin meine monatlichen Raten auf zu bringen, weil ich aus gesundheitlichen Gründen kein Einkommen mehr erziele. Ich kann nur unseren RentenKontoCheck empfehlen um einen  genauen Überblick über die eigene Versorgungssituation zu erhalten.

Wenn sie an meinem RentenKontoCheck interessiert sind, hinterlassen sie eine Antwort mit ihren Kontaktdaten.