Richtig verhalten bei Bagatellunfällen mit dem Auto!

Ganz schnell passiert es, dass beim  Ausparken oder im fließenden Straßenverkehr Autos zusammenstoßen. Auf den ersten Blick ist nur ein kleiner Blechschaden zu sehen, oder wie im Bild ein defekter Spiegel. Da sich keiner für den Crash so richtig schuldig fühlt, ist man schnell geneigt sich zu einigen. Meist so, dass jeder seinen Schaden übernimmt. Wenn dem so sein soll, so empfehle ich das schriftlich festzuhalten. Im Fall des beschädigten Spiegels war es eindeutiges Verschulden des Fahrzeugführers des Fahrzeuges auf der linken Bildseite. Dieser hatte am Straßenrand geparkt. Als er die Tür öffnete hatte er sich nicht vergewissert, das kein Auto kommt und es kam zur Kollision. Am besten mit einem Unfallbericht (unsere Kunden erhalten immer einen beim Vertragsabschluss). Einen Unfallbericht kann man auch über das Internet erhalten. Oder sie senden uns einen Mail und sie erhalten einen Unfallbericht, den man auch im Ausland verwenden kann per Post von uns. Wichtig ist, dass in den Unfallbericht die getroffene Vereinbarung zur Schadensregulierung aufgenommen wird und  beide Parteien unterschrieben. Wenn möglich sollten Fotos vom Unfallort mit dem Fahrzeugen gemacht werden. Dabei ist es wichtig, dass wenigstens auf einem Foto die Kfz Kennzeichen sichtbar sind. Zweckdienlich kann auch einen kleine Handskizze sein.

Bei Bagatellunfällen mit eindeutiger Schuldfrage kann man  auf die Polizei verzichten. Das trifft jedoch nur zu, wenn die Reparaturkosten 1000 € nicht überschreiten und kein ausländisches Fahrzeug beteiligt ist. Meist ist die Schadenhöhe vor Ort vor allem für Laien kaum feststellbar. Leichte Beulen im Blech können schnell mit mehreren hundert EURO Reparaturkosten zu Buche schlagen, oder wie auf dem Foto der defekte Spiegel mit fast 500 Euro.

Sollte man sich nicht einigen können, oder es sind ausländische Fahrzeuge beteiligt, geht man immer sicher wenn die Polizei gerufen wird.

Das ist meine generelle Empfehlung.

Warum schreibe ich das? Fast wöchentlich treten Klienten unseres Hauses an uns heran und möchten einen Schaden melden, weil man mit im Nachhinein festgestellt hat, dass der eigene Schaden zu hoch ist. Der Unfallhergang und die getroffene Absprache wurde nicht festgehalten. Dann bleibt meist nur noch übrig, den Schaden über die eigene Vollkaskoversicherung regulieren zu lassen. Der Schaden führt natürlich zu einer Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Es ist wie immer im Leben, gehen sie auf Nummer sicher und vermeiden sie eventuellen zukünftigen Ärger.