Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz

BerufssatrtSchulabgänger, die nicht sofort nach Ende der Schulzeit einen Ausbildungsplatz gefunden haben, sollten sich bei der Agentur für Arbeit melden, um Nachteile hinsichtlich der gesetzlichen Rente zu vermeiden.
Rentenrelevante Zeit: Zwischen Schule und Ausbildung

23.6.2014 (verpd) Nicht immer kann ein Schüler unmittelbar, nachdem er seine Schulzeit absolviert hat, eine Ausbildung beginnen.

In diesem Fall sollte sich der Schulabgänger umgehend bei der Agentur für Arbeit melden, denn schon die Zeit zwischen der Ausbildungssuche kann für die späteren Rentenansprüche mitentscheidend sein.

Die Zeit zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Beginn einer Ausbildung – gemäß Paragraf 58 SGB VI (Sechstes Sozialgesetzbuch) auch Anrechnungszeit genannt – kann sich für Schulabgänger, die zwischen 17 und 25 Jahre alt sind, positiv auf die gesetzlichen Rentenansprüche auswirken.

Zwar führt diese sogenannte Anrechnungszeit für alle, die nach 2009 in Rente gehen, nicht zu einer Rentensteigerung. Allerdings wird sie bei der Erfüllung einer notwendigen 35-jährigen Wartezeit für die Altersrente für langjährig Versicherte und für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen berücksichtigt.
Tätig werden

Um eine Anrechnungszeit zu erhalten, muss ein Schulabgänger selbst tätig werden und sich nach Beendigung der Schule bei der Agentur für Arbeit als ausbildungssuchend melden. Für die Anerkennung der Anrechnungszeit spielt es keine Rolle, ob der Schulabgänger einen Schulabschluss hat oder nicht. Allerdings muss es sich bei der nachfolgenden Ausbildungszeit um eine schulische oder berufliche Ausbildung handeln. Um grundsätzlich Anspruch auf eine Anrechnungszeit zu haben, muss die Ausbildungsplatzsuche mindestens einen Kalendermonat dauern.

Bei Fragen zur privaten Vermögensbildung und Altersvorsorge sowie zu sonstigen Versicherungsthemen, beispielsweise ob und wie lange man als Schulabgänger in den Versicherungsverträgen der Eltern mitversichert ist, hilft ein Anruf weiter.

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