Steigende Lebenserwartung

ErsparnisseNach den aktuellen Daten der EU-Statistikbehörde steigt die Lebenserwartung von Frauen und Männern weiter an. Allerdings sind die Länder, in denen die Bürger die meisten gesunden Lebensjahre vorweisen, nicht automatisch auch die Staaten mit der höchsten Lebenserwartung.

29.7.2013 (verpd) Die neuesten Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) zeigen, dass die Lebenserwartung der Bürger in nahezu allen EU-Ländern weiter steigt. Es lässt sich zudem ablesen, dass die Länder, in denen besonders Frauen alt werden, nicht immer identisch sind mit den Staaten, die statistisch gesehen mit einem hohen Alter bei den Männern aufwarten können. Die Länder mit der höchsten Rate an gesunden Lebensjahren sind wiederum nicht die mit der höchsten Lebenserwartung.

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) ist die Lebenserwartung im Jahre 2011 innerhalb der damaligen 27 EU-Länder bei den Frauen im Vergleich zu 2010 um 0,3 Jahre auf insgesamt 83,2 Jahre angestiegen.

Auch die Männer wurden mit einer durchschnittlichen Lebenszeit von 77,4 Jahren um 0,4 Jahre älter als noch im Vorjahr. Insgesamt wurden in der Statistik 34 europäische Länder berücksichtigt.

Am ältesten werden Frauen in Frankreich und Männer in Island

Am ältesten werden die Frauen in Europa im Durchschnitt in Frankreich mit 85,7 Jahren, in Spanien mit 85,4 Jahren und in Italien mit 85,3 Jahren. Bei den Männern liegen die höchsten durchschnittlichen Lebenserwartungen in Island mit 80,7 Jahren, in der Schweiz mit 80,5 Jahren und in Italien mit 80,1 Jahren.

Deutschland liegt bei der Lebenserwartung der Männer mit 78,4 Jahren und der Frauen mit 83,2 Lebensjahren im Mittelfeld.

Die niedrigste Lebenserwartung haben Frauen in Mazedonien mit 77,2 Jahren, in Bulgarien mit 77,8 Jahren und in Rumänien mit 78,2 Jahren. Bei den Männern bilden hier die Länder Montenegro mit 73,4 Jahren, Kroatien mit 73,9 Jahren und die Tschechische Republik mit 74,8 Jahren das Schlusslicht in der Statistik.

Wie es mit der Gesundheit der Bürger bestellt ist

Die Statistiker haben für 2011 zudem insgesamt Daten von 31 europäischen Ländern ausgewertet, die zeigen, wie viele Lebensjahre die Bürger von der Geburt bis zu ihrem Tod gesund waren. Der EU-Durchschnitt betrug bei den Frauen insgesamt 62,2 Jahre, bei den Männern waren es nur wenige Monate weniger, nämlich 61,8 Lebensjahre. Nach den aktuellen Daten sind jedoch die Länder mit den längsten Lebenserwartungen nicht die Länder, in denen die Bürger die meisten gesunden Lebensjahre aufweisen können.

Die durchschnittlich höchste Anzahl an gesunden Lebensjahren erreichten die Frauen in Malta mit 70,7 Jahren, in Schweden mit 70,2 Jahren und in Norwegen mit 70 Jahren. Bei den Männern haben bei dieser Statistik der Länder mit gesunden Lebensjahren Schweden mit 71,1 Jahren, Malta mit 70,3 Jahren und Norwegen mit 69,9 Jahren am besten abgeschnitten. Deutschland liegt hier mit 58,7 gesunden Lebensjahren bei den Frauen und 57,9 Jahren bei den Männern im unteren Drittel aller statistisch erfassten Länder.

Die letzten drei Länder der Statistik mit den niedrigsten Werten bei gesunden Lebensjahren sind bei den Frauen die Slowakei mit 52,3 Jahren, Slowenien mit 53,8 Jahren und Lettland mit 56,7 Jahren. Bei den Männern sind es ebenfalls die Slowakei mit 52,1 Jahren, Lettland mit 53,7 Jahren und Slowenien mit 54 Jahren. Während die Lebenserwartung in fast allen Ländern steigt, hat sich in zahlreichen Ländern die Anzahl der gesunden Lebensjahre bei Männer und Frauen im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert oder ist sogar weniger geworden.

Sorgenfrei in die Zukunft blicken

Grundsätzlich hofft, unabhängig vom jeweiligen Land, fast jeder auf ein langes und gesundes Leben. Doch wer länger lebt, braucht auch länger Geld, um sorgenfrei den eigenen Ruhestand genießen zu können.

Und sollte sich der Gesundheitszustand verschlechtern, möchten die meisten zumindest so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben oder zumindest gut versorgt werden, ohne den Angehörigen zur Last zu fallen. Deshalb ist eine frühzeitige finanzielle Vorsorge für das Alter sowie gegen das Kostenrisiko eines Pflegefalls wichtig.

Auch wer momentan keinen finanziellen Spielraum für eine ausreichende Alters- und Pflegevorsorge oder auch eine Hinterbliebenen-Absicherung sieht, sollte sich diesbezüglich Hilfe bei einem Versicherungsfachmann holen. Manche Möglichkeiten erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse und durch das Wissen eines Experten.

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