Was tun nach Kennzeichen-Klau?

Ohne amtliches Kennzeichen darf ein Auto im öffentlichen Raum nicht bewegt werden. Wenn man feststellt, dass die Kennzeichen vom Wagen weg sind, muss man sich auf eine Menge Lauferei einstellen. Wie geht man vor, wenn am eigenen Auto plötzlich das Nummernschild fehlt?

Darf man noch fahren? Und wen muss man informieren?

Als erstes sollte man seine KFZ-Versicherung informieren und das gestohlenen Kennzeichen sperren lassen. Verursacht der Dieb mit dem gestohlenen Kennzeichen einen Unfall, könnte ihr Versicherungsvertrag mit den Kosten belastet werden.

Der nächste Weg muss zur nächsten Polizeiwache führen. Dort muss der Diebstahl persönlich vom Fahrzeughalter angezeigt werden. Er muss sich ausweisen. Soll jemand anderes den Diebstahl melden, dann braucht diese Person eine unterschriebene Vollmacht und den Ausweis des Fahrzeughalters. Ganz wichtig ist der Fahrzeugschein, dieser ist bei der Polizei vor zu legen.

Mit der Anzeige-Bestätigung der Polizei geht es  zur Kfz-Zulassungsstelle. Dort lässt man sich neue Kennzeichen ausstellen.

Was muss man der Zulassungsstelle vorlegen:

Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, den Prüfbericht des TÜV, den Ausweis sowie – falls noch vorhanden – das zweite Kennzeichen und eine Versicherungsbestätigung (eVB).

Wer denkt sich den Weg zur Polizei sparen zu können, muss damit rechnen, dass die Zulassungsstelle von einem selbstverschuldeten Verlust ausgeht.

Der Besuch auf der Zulassungsstelle kostet einiges: Verwaltungsgebühren 30 bis 35 Euro, außerdem rund 25 Euro für die neuen Kennzeichen. Müssen die alten Fahrzeugpapiere getauscht werden, kostet das rund 35 Euro extra. Wer ein Wunschkennzeichen möchte, ist nochmal 10 Euro los. Die Belege sollte man gut aufheben, falls der Dieb geschnappt wird, kann man ihn zur Verantwortung ziehen. Diese Aussichten sind aber sehr gering.

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